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Wie aus drohendem Schrott Artenschutz und Kunst wird.

Artenschutz und Stadtverschönerung in Einem: "Das schwebende Vogelhaus" - gemeinsames Projekt von Landschaftspflegeverband Mittleres Elstertal e.V. und Antennengemeinschaft schafft mitten in Zeitz Heimstatt für Vögel und Fledermäuse.

Ursprünglich war er 26 Meter hoch und sollte abgerissen werden. Nun misst der ehemalige Antennenmast aus Winkelstahl in der Bornpromenade noch reichlich 8 Meter. Und sieht auch noch gut aus. In 4,5 Metern Höhe trägt er nunmehr ein mit Kunst geschmücktes hölzernes Gewand: "Das schwebende Vogelhaus", das mitten in Zeitz Vögeln und Fledermäusen eine artgerechte Heimstatt bietet.

Wenn das SCHWEBENDE VOGELHAUS am 17. März 2020 (11:00) offiziell seiner Bestimmung übergeben wird, freuen sich auch Kinder. Denn für sie wird es hier künftig viel zu beobachten und entdecken geben. Zur Einweihung gibt es aber noch eine Überraschung für die Kinder der Evangelische Kindertagesstätte St. Michael. Mehr wird hier jedoch nicht verraten.

Gemeinsames Projekt

Ideengeber und Protagonist für das schwebende Vogelhaus ist der Zeitzer Rainer Helms. Der Vorsitzende des Landschaftspflegevereins wollte und konnte nicht zusehen, in der schönen Bornpromenade nach dem Rückbau des Mastes mit dem riesigen Betonfundament einen Schandfleck zu hinterlassen. Offensichtlich traf er mit der Idee auch bei der Antennengemeinschaft Völkerfreundschaft einen Nerv, denn der Verein zeigte sich offen für das Projekt. Der Vorstand des Vereins stimmte nicht nur dem Projekt zu sondern unterstützte die Realisierung auch mit eigenen Mitteln. Damit schuf er die Voraussetzungen für Helms, mit der Stadt einen Überlassungsvertrag zu schließen, aus dem Artenschutzprogramm des Landes Sachsen-Anhalt Fördermittel zu binden und das schwebende Vogelhaus bauen zu lassen.

So schwebt es nun, das schwebende Vogelhaus. Drinnen sind Nistkästen für Vögel und den Turmfalken angebracht. Eine doppelwandige Außenhaut soll Fledermäusen als Sommerquartier dienen. An der Außenhaut winkt das Haus mit Holzkunst des Rauschwitzers Christian Schmidt schon von weitem den Spaziergängern zu. Er schuf die stilisierten Vögel und Fledermäuse eigens für diesen Ort. Christian Schmidt hatte bereits die riesige Holzhand gefertigt, welche die seit vier Jahren durch die Lande reisende Glasarche trägt.

Wie mit der Glasarche 3 verbinden Rainer Helms und der Landschaftspflegeverein mit dem schwebenden Vorgelhaus eine Botschaft. Es geht darum, dass Bewusstein für die Verantwortung des Menschen beim Erhalt von Natur und Artenvielfalt zu fördern. Zugleich will Helms daran erinnern, dass Zeitz mit seinen weltweit geachteten Vorgelkundlern am Ende des 19. Jahrhunderts zurecht als Wiege der Ornithologie bezeichnet werden kann. Eine Informationstafel am schwebenden Vorgelhaus gibt darüber weitere Auskunft.

InteressentInnen sind herzlich eingeladen, wenn das Vogelhaus seiner Bestimmung übergeben wird:
17. März 2020, 11:00 Uhr,
Bornpromenade